Wie bereits im den vergangenen Jahren, wird die Narrenzunft
auch in den folgenden Jahren Anstecknadeln der verschiedenen Rottweiler
Narrentypen in limitierter Auflage herausgeben. Begonnen hat die Zunft
2007 mit der Anstecknadel des „Gschell“, im Jahre 2008 wurde der „Federahannes“
herausgegeben, 2009 war das Motiv des „Fransenkleides“, in altsilberner
Optik, mit der aktuellen Jahreszahl und dem Hinweis auf das Zunftgebäude
versehen. 2010 ist der "Schantle" dargestellt. Die Anstecker sind ab jetzt
bei allen Ausschuss- und Ehrenmitgliedern, der Vorstandschaft und in verschiedenen
Geschäften erhältlich. Der Erlös von 10,- € fließt
ausschließlich in die „Baukasse“ und wird als Spendenbeitrag der
Finanzierung des Zunfthauses zugeführt.
Die Narrenzunft bittet jetzt schon alle Freunde der Fasnet
und der Zunft ganz herzlich mit diesem Spendenbeitrag um weitere Unterstützung
in Sachen Zunfthaus „Hauptstraße 1“!
(Anstecknadeln sind erhältlich bei: Elektro Wiest,
Uhren und Juwelier Stauss, Lederhaus Spitznagel, Mann und Mode Wenzler,
Intersport Kirsner, Friseursalon Haibt, SIT IN, Praxis Dr. Schumacher,
Tourist-Information und bei Irion`s Schweizer Lädele, Hauptstr. 1).

„Tag der offenen Tür“ im neuen Zunfthaus für die Bürgerschaft Rottweils mit ganztägiger Bewirtung (Weiß-wurstfrühstück, Mittagstisch, Kaffe + Kuchen…). Ebenfalls ist für musikalische Unterhaltung gesorgt.
Führungen durch die neuen Räumlichkeiten.
(Besichtigung der „Narrenkammer“ mit Fundus von 10.00 Uhr
bis 18.00 Uhr möglich).
14.00 – 17.00 Uhr:
Spielstraße des RoKi-Vereins in der gesperrten Wald- torstraße
für Kinder (bei guter Witterung).
Geschicklichkeitsspiele, Pedalos, Hüpfgeräte, über-
dimensionales „Mensch ärgere dich nicht“ und vieles mehr! (unterstützt
durch RoKi – www.Roki-Verein.de). Außerdem gibt es ein Jongleur-Duo
das allerlei Kunststücke zeigen wird.
Die Jugendkapelle der Stadtkapelle Rottweil verkauft in dieser
Zeit Waffeln im Bereich Zunfthaus/ Waldtorstraße.
ab ca. 19.30 Uhr:
Es spielt in der Zunftstube der „Nr. 1“ die Coverband
„Latebloomers“.
Haus Nr. 1 liegt direkt neben dem Schwarzen Tor und bietet Platz für die Bedürfnisse der Narrenzunft. Im Haus sollen alle Utensilien der Narrenzunft, die zur Zeit an verschiedenen Orten verteilt sind, einen entsprechenden Platz finden.
Die größten Bereiche sind:
Die Narrenkammer mit den Narrenkleidern und Uniformen.
Das Archiv mit Schriften, Unterlagen, Utensilien und Bildern.
Die Verwaltung des Narrenregisters.
Weiter Büro, um die laufenden Unterlagen zu sammeln.
Ein weiter Bereich wird die Zunftstube sein, in der sich zum
Beispiel die Vorstände des Viererbundes treffen können. Auch
können dort Narrenkleider und andere Utensilien der Zunft ausgestellt
und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Die Vorbereitung für die Sanierung sind bereits angelaufen und
es wurden auch schon einige Arbeitsstunden von Vorstandschaft, Ausschuss
und Freunden der Zunft geleistet.
Jetzt ist es soweit, die Bauarbeiten sind abgeschlossen.
Hier ein kleiner Einblick.




Es war einmal.

Um eine ordentliche Bauaufnahme machen zu können, mussten nachträglich eingefügte Wände entfernt und an kritischen Stellen der Putz abgeklopft werden. Die alten Installationen wurden entfernt und Böden freigelegt.

Nach der Bauaufnahme und der Begutachtung durch das Landesdenkmalamt können alle weiteren Arbeiten geplant und der Ausbau erfolgen.

Größere Arbeiten stehen im Bereich des Daches und beim Innenausbaus an. Die Zunft hofft auf viele Helfer, dass der Umbau recht kostengünstig wird, für Verpflegung ist immer gesorgt.
Am Haus sind bereits viele Arbeiten gemacht und dies ist auch von außen
schon sichtbar.

Die frühe Geschichte des Hauses Hauptstraße 1 ist umstritten. Das an die Stadtmauer mit ihrem Wehrgang zwischen dem Schwarzen Tor und der Nordwestecke der Stadt angebaute Haus wurde früher mit der möglicherweise schon 1275 bestehenden Rottweiler Lateinschule in Verbindung gebracht und wäre so deren erster bekannter Standort. Später scheint sich in diesem Bereich das Pfründhaus der St. Verena – Kaplanei befunden zu haben, deren Inhaber die Rottweiler Schmiedzunft seelsorgerlich betreut hat.
Ausschnitt aus der Pürschgerichtskarte von 1564
Nach Ende der Reichsstadtzeit wohnten im Haus Hauptstraße 1 Handwerker und einfache Leute – in zwei Generationen Hafner, Bierbrauer, Pflästerer und Taglöhner oder ein Polizeidiener. Es war im Hinblick auf die Eigentumsverhältnisse in zwei Haushälften geteilt und bekam 1819 die Hausnummer 208 , 1838 die Nummer 69. Erst 1876 brachte der Metzger Josef Spreng das gesamte Haus in seinen Besitz.1899 kaufte es von Spreng Kreuz-Wirt Karl Maier, bei dessen Verwandtschaft es verblieb, bis es an die Stadt Rottweil und von ihr 2005 an die Narrenzunft Rottweil veräußert wurde. Beim Brand des Nachbarhauses Hauptstraße 3 am 12. Januar 1915 war das Gebäude „aufs schwerste bedroht“ und erlitt erhebliche Wasserschäden.
Brand
im Jahre 1915 
1343/44
An diesem Platz wird ein Bürgerhaus errichtet. Vor
allem Teile des Dachstuhl haben sich aus dieser Zeit erhalten.
Bis 1566
Hans Jäger, Strehlmacher.
1566 September 23.
Die Rechner der Stadt Rottweil erwerben das Haus für
70 Gulden.
1567
Das Haus erfährt einen grundlegenden Umbau. Aus
dieser Zeit stammt der Unterzug im ersten Geschoss.
1632 bis um 1670
Vermutlich dient das Gebäude damals als Wohnhaus
der Rottweiler Schutzjuden.
1730.
Jacob Renner, Weißgerber.
1763
Maria Anna Renner geb. Mayer, Witwe.
1784
Martin Renner (Gerber ?)
1815
Mathias Burkardt, Hafner 1/2. Kristian Mink. 1/2
1840
Polizeidiener Minks Witwe. 1/2 Johann Nepomuk Maier,
Metzger. 1/2
1852
Xaver Kramer, Pflästerer. 1/2
1856
Johann Nepomuk Maiers, Metzgers Witwe. 1/2
1857
Johann Baptist Marx, Zieglers
Ehefrau. 1/2.
1863
Joseph Spreng, Metzger. 1/2.
1865
Joseph Mohn, Spanner ?. 1/2.
1876
Joseph Spreng, Metzger.Ganz.
1902
Josef Maier, Metzger.
1915
Der Brand des Nachbarhauses, Hauptstraße 3, führt
dazu, dass auch das Gebäude Hauptstraße 1 einen grundlegenden
Umbau erfährt.
1925
Karl Maier, Metzgermeister.
1953
Luise Maier geb. Maier, Witwe.