- Das erste Kindernarrenkleid wird angeschafft und so der Grundstein zum heutigen Fundus von 17 Kindernarrenkleidern gelegt. Die Kindernarrenkleider werden von jetzt an an der General- und Vollversammlung für jeweils einen Tag verlost.
- Mitte der 50er Jahre bekommt die Narrenzunft vom letzten Vertreter des Vereins AK, Wilhelm Unterkofler, die Rechte am Text des Narrenmarsches überschrieben.
Wilhelm Unterkofler, Eduard Villinger und Fritz Stehle beim unterzeichnen des Vertrages über die Rechte am Narrenmarsch (Bild von Rolf Bacher).
- 1954 spielt die Jugendkapelle zum ersten Mal wieder.
- Die Vereine werden angesprochen, um den Sonntagnachmittag zu gestalten.
Schmotzigengruppe am Fasnetsonntag
(Trudel Hengge und Maja Steinmüller)
- Oberndorf schließt sich 1958 den Zünften Elzach, Rottweil und Überlingen an.
- Ein Fotowettbewerb zur Neuauflage der Ritterschen Schrift wird 1963
ausgeschrieben. Aus finanziellen Gründen wird keine Neuauflage gemacht.
- Die Narrenzunft kreiert eine neue Kopfbedeckung, die Wadelkappe.
So wird der traditionelle Fez ablöst.
- Fritz Stehle wird 1963 kommissarischer Narrenmeister.
- Dr. Alo Schellhorn wird 1964 Narrenmeister.
- Zur sachgerechten Pflege der Fasnet wird 1965 ein Brauchtumsausschuss
gegründet.
- Die Schnitzer bekommen von der Narrenzunft Vorlagen (Gipsmodelle)
zum Anfertigen von guten Larven.
- 1966 gibt die Narrenzunft einen Leitfaden zur richtigen Herstellung
von korrekten Narrenkleidern heraus.
- Der Beitrag wird von DM 2,- auf DM 3,- erhöht.
- Zur Finanzierung von Uniformen verkauft die Narrenzunft Plastik-
Lärvle.
- 1971 wird die Narrenzunft ins Vereisregister eingetragen.
- 1973 lädt die Narrenzunft alle ihre Freunde zum Waldfest an den Linsenbergweiher ein. Ehrenmitglied Dr.Karl Gluns bewirtet die Gäste, für Kinder werden Spiele angeboten.
- Die Abnahme der Narrenkleider durch die Narrenzunft wird 1974 eingeführt.
Jede Larve wird fotografiert.
- Der Beitrag wird auf DM 5,- erhöht.
- Karl Lambrecht verfasst die Narren - Fibel für die Narrenzunft.
Deckblatt der Narren- Fibel
- Ein Fotowettbewerb mit dem Thema „Vielfalt der Rottweiler Fasnet“ wird 1975 ausgeschrieben.
- Die Firma Kurmark veranstaltet 1976 ohne Wissen der Zunft ein Preisausschreiben in Süddeutschland, bei dem die beliebteste Zunft und Fasnetsveranstaltung gewählt werden soll. Rottweil gewinnt mit 21000 Stimmen. Dies bringt der Zunft DM 1000,- ein.
- 1977 macht die Stadtverwaltung gegen den Willen der Zunft zur Unterstützung des Freibades eine Plakette, auf der ein Biß und die Aufschrift „Jedem zur Freud und niemand zum Leid .Freibad Spende Rottweil“gezeigt wird. Diese Plakette wurde an der Fasnet erkauft, viele Besucher glaubten so „Eintritt“ bezahlt zu haben.

- Der monatliche Informationsabend wird als Anlaufstelle für alle
Bürger, die Fragen zur Fasnet und zur Herstellung von Narrenkleider
haben, eingeführt.
- Mit der Stadtkapelle führt die Narrenzunft einen Juzger- Kurs
durch.
- Der Beitrag wird 1979 auf DM 8,- festgelegt.
- Von 27. Januar 1979 bis 11. Februar 1979 organisiert die Narrenzunft
zum 110ten Geburtstags Otto Wolfs eine Ausstellung im Stadtmuseum.
- Im Sommer beteiligt sich die Narrenzunft mit Federhannesweitsprung
und Wettklepfen am Sommerfest des Stadtjugendrings im Stadtgraben.
- Ab 1979 werden keine Federhannes mehr zugelassen, und die Verlosung
der anderen Narrenkleider wird eingeführt.
-1981 Beteiligung an einem Fußballturnier des ESV Rottweil.
- Der Narrensprung am Dienstagmittag bekommt ab 1983 einen neuen Weg.
Er führt stadtabwärts, dann gleich stadtauswärts und wieder
auf den Friedrichsplatz.
- Die Narrenzunft beteiligt sich an den Arbeiten zur Erhaltung der
Ruine Neckarburg.
Bild von 1983 am Zwinger
1.Reihe, sitzend von links:
Karl Kerber, Hans Mathauer, Alfred Villinger, Maja Sauter, Karl Villinger,
Alo Schellhorn, Fritz Stehle, Wilu Kirsner, Karl Langenfeld
2. Reihe, stehend von links:
Peter Haibt, Karl Gluns, Hans Saier, Herbert Sauter, Karl Lambrecht,
Bernhard Wiest, Sepp Kimmich, Peter Schatz
3. Reihe, stehend von links:
Werner Weiss, Alo Kuon,
4. Reihe, stehend von links:
Hartmud Hummel, Rainer Klussmann, Peter Schlenker, Willi Klussmann,
Horst Langenfeld, Gerhard Weiss, Uli Hezinger
Es fehlen: Hermann Bayer, Werner Frank, Hans- Jürgen Görlich, Eugen Groß, Josef Grimm, Dr. Winfried Hecht, Peter Kammerer, Wolfgang Kiene, Bruno Limberger, Josef Schmid.
- Der Bettelnarr wird 1984 gegen erheblichen Widerstand aus der Narrenzunft
von einer Gruppe des Stadtjugendrings wiederbelebt.
- Die Narrenkammer kommt in neue Räume im Alten Kaufhaus. Sie
werden durch die Zunft renoviert.
- Die zweite überarbeitete Auflage der Narrenfibel erscheint.
- 1985 bekommen die Kindernarrenkleider eigene Plaketten.
- Nach dem Tod der Druckereibesitzerin Jrene Eller erwirbt Werner Weiß 1987 um 1 DM die Rechte am Narrenblättle für die Narrenzunft. Das Narrenblättle wird in der Folge hauptsächlich von Winfried Hecht und Karl Lambrecht betreut.
- Im Gasthaus "Flasche" beginnt 1990 die Umtauschaktion der Federhannesplaketten. Die Plaketten bekommen eine sechseckige Form und die Farben werden geändert.
Horst Langenfeld beim Umtauschen der Federhannesplaketten
- Die Fasnet 1991 fällt wegen des Golfkrieges offiziell aus. Diese
Entscheidung wird mit den befreundeten Zünften abgestimmt und
in der Generalversammlung mehrheitlich beschlossen.
- Im Löwensaal werden alte Fasnetfilme gezeigt.
- Sonderbändel mit dem Aufdruck „kein Narrensprung 1991 O jerum“
werden nach der Fasnet ausgegeben.
- Vor dem Schwarzen Tor wird ein Gruppenbild gemacht.
Bild vor dem Schwarzen Tor
- 1992 Neue Vorstandschaft mit Willi Klussmann (Narrenmeister), Werner
Frank (II Narrenmeister), Reinhard Brand (Zunftsäckelmeister) und
Dr. Winfried Hecht (Zunftschreiber) bei der Wahl 1992.
- Der Beitrag wird 1992 auf DM 10,- erhöht.
- 1994 wird Dr. Alo Schellhorn an seinem 70. Geburtstag zum Ehrennarrenmeister
ernannt.
- Maja Sauter gibt die Betreuung der Narrenkammer ab, die seit 1913
bei den Familien Villinger und Sauter lag. Die Familien Gerhard Weiss und
Uli Hezinger übernehmen diese Aufgabe.
Maja Sauter und Hans Mathauer in der Narrenkammer
- Seit 1996 müssen auch die neu anzuschaffenden Kinderkleidle in die Auslosung.
- 2001 die Narrenzunft kommt durch das Engagement von Uli Hezinger ins Internet. Es sind die Adressen „narrenzunft.rottweil.de“ und „narrenzunft-rottweil.de“ für die Zunft verfügbar.
- Dr. Georg Schumacher wird 2002 Narrenmeister, Helmut Kleiter sein
Stellvertreter.
- Der Beitrag wird 2002 von der Generalversammlung auf 10,- €
festgelegt.
- Die Vorbereitungen für den Narrentag und das 100 Jährige
Jubiläum im Jahr 2003 laufen auf Hochtouren.
Bild von 2003 am Bochshof
2. Reihe v.l.:
Claus Wiest, Wolfgang Müller, Dr. Winfried Hecht.
3. Reihe v.l.:
Wolfgang Kiene, Dieter Maier, Helmut Kleiter, Markus Schellhorn, Marius
Kirsner, Bernhard Wiest, Georg Hauser, Hartmut Hummel, Karl Lambrecht.
4. Reihe v.l.:
Werner Weiss, Horst Langenfeld, Claus Grimm,
Rolf Sauter, Dr. Michael Banholzer, Peter Kammerer, Wilu Kirsner, Axel
Pfriender, Michael Burkard, Martin Weiss, Franz Aichelmann.
5. Reihe v.l.:
Thomas Schmid, Karl Villinger, Axel Saile, Dr. Hans-Jürgen Görlich.
Es fehlen:
Hermann Bayer, Werner Frank, Markus Heinze, Karl Kerber, Stefan Roth,
Maia Sauter, Dr. Alo Schellhorn, Andreas Spitznagel, Christoph Wiest.