Narrenbändel zum 25 jährigen Jubiläum der Narrenzunft
1.Reihe, sitzend von links:
Otto Wolf, Viktor Hezinger, Max Villinger, Karl Pfister, Hermann Hoch,
Nudel- Herb, Franz Karrais sen., Josef Dorn, Anton Dorn.
2. Reihe, stehend von links:
Wilhelm Steiner, Karl Kammerer, Wilhelm Unterkofler, Anton Villinger,
Fritz Lehre, Hermann Diem, Paul Spreter, Franz Kerber, Pflästerer
Spreng.
3. Reihe, stehend von links:
Christof Lehre, Adolf Spreng, Eugen Schubauer, Gustav Dorn, Eugen Steinwandel,
Franz Hak, Franz Karrais jun., Fritz Dussmann, August Koch, Max Maier.
- 1929 wird Anton Villinger Narrenmeister an der Spitze einer neuen Vorstadschaft.
-Am 1. und 2. Februar 1930 findet ein großes Narrentreffen der Zünfte: Bad Dürrheim, Bonndorf, Elzach, Engen, Hechingen, Laufenburg, Löffingen, Markdorf, Möhringen, Oberndorf, Offenburg, Riedlingen, Rottenburg, Rottweil, Säckingen, Schömberg, Schramberg, Stockach, Villingen und Waldshut in Rottweil statt.
Programm der Abendveranstaltung des
Narrentreffens von 1930
Abstauben bei Familie Kramer (Großfamilie des Herrenkramer)
- Von 1940 bis 1946 verhindert der II. Weltkrieg die Fasnet. Die Narrenzunft druckt Sonderbändel und schickt Ausschussmitgliedern und Mitgliedern Feldpostpäckchen mit Narren- Springerle, Schnaps und Fasnachtspostkarten an die Front.
Narrenbändel, die in den Jahren des Zweiten Weltkrieges gedruckt
wurden.
- 1946 stellen fünf Ausschussmitglieder (Max Maier, Anton Dorn,
Adolf Spreng, Fritz Graf und Karl Steinwandel) beim Bürgermeisteramt
den Antrag auf Neugründung der Narrenzunft. Es werden 436 Unterschriften
gesammelt.
- Am 15. Februar 1946 kommt über das Landratsamt vom „Gouvernement
Militaire“ der Französischen Besatzungsmacht, der positive Bescheid
zur Gründung der Narrenzunft.
- Schon am 17. Februar1946 trifft sich die alte Vorstandschaft der
Narrenzunft im Nebenzimmer des "Goldenen Apfels" und bereitet die erste
Ausschusssitzung nach dem Krieg vor. Sie findet am 23. Februar1946 im Gasthaus
Steinwandel statt.
- Fritz Graf wird kommissarischer Narrenmeister.
Narrenbändel von 1947, gedruckt auf Baumwollband
- Die französische Besatzungsmacht genehmigt schon 1947 einen Narrensprung
und veröffentlicht eine Darstellung der Rottweiler Fasnet in französischer
Sprache. Die Kinder bekommen an der Fasnet schulfrei.
- Anton Villinger wird Narrenmeister.
- Die Narren sammeln sich im "Rössle" und im "Apfel", die Musik,
Ordner und zwei Rössle in der "Torstube", die übrigen Rössle
in der "Kanne", der Narrensamen vor dem "Rössle".
- Die Narren sollten bis um ¾ 8 Uhr an den Sammelplätzen
sein.
- Ab 11 Uhr darf kein Narr mehr auf der Straße sein.
- Die Besatzungsmacht spendet Brezeln und Wein.
- Das Abstauben wird nach dem 2. Weltkrieg fester Bestandteil der Fasnet.
- 1948 dürfen zwei Narrensprünge veranstaltet werden.
Narrenbändel von 1949(oberer aus Seide)
- Ab 1949 werden drei Narrensprünge durchgeführt, und es gibt einen Zunft- und außerdem einen Sprungbändel.
- Zur 800 Jahrfeier der Stadt Rottweil wird 1950 am Montagmittag ein weiterer Narrensprung abgehalten.
Plakette zur Rottweiler 800- Jahrfeier
- Eduard Villinger wird 1951 Narrenmeister.
- 1951 trifft sich die Narrenzunft im Gasthaus Marder zur Parole- Ausgabe
und zieht um 11.30 Uhr zur Schlüsselübergabe zum Rathaus.
- Vorstandschaft und Ausschuss eröffnen am Sonntagmittag um 3
Uhr mit der Stadtkapelle die Fasnet.